{"id":14467,"date":"2019-01-27T22:10:50","date_gmt":"2019-01-27T21:10:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gymnasium-rhauderfehn.de\/?p=14467"},"modified":"2019-04-10T11:18:58","modified_gmt":"2019-04-10T09:18:58","slug":"albrecht-weinberg-begleitete-schueler-zur-preisverleihung-nach-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gymnasium-rhauderfehn.de\/?p=14467","title":{"rendered":"Albrecht Weinberg begleitete Sch\u00fcler zur Preisverleihung nach Berlin"},"content":{"rendered":"<div dir=\"ltr\">\n<div>Der Geschichtskurs ge419 wurde am Freitag in Berlin beim Geschichtswettbewerb \u201eDenkt@g\u201c der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet.<\/div>\n<div><em>Im Folgenden zitieren wir aus dem Pressebericht, den der freie Journalist&nbsp;Bernd-Volker Brahms \u00fcber die Veranstaltung verfasst hat. Herr Brahms war ma\u00dfgeblich daran beteiligt, dass Herr Weinberg 2012 aus den USA nach Leer zur\u00fcckgekehrt ist. <\/em><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>Der Geschichtskurs von Lehrerin Anke Chudzinski-Schubert hatte sich in verschiedener Weise mit dem Holocaust auseinandergesetzt und auch den engen Kontakt zu dem heute 93-j\u00e4hrigen Auschwitz-\u00dcberlebenden Albrecht Weinberg gesucht, der seit 2012 wieder in Leer lebt, nachdem er 60 Jahre in den USA verbracht hatte. Weinberg begleitete die zehnk\u00f6pfige Sch\u00fclergruppe ebenso nach Berlin wie Schulleiterin Ulrike Janssen. Vom F\u00f6rderverein hatte sich&nbsp;Kalle Puls-Janssen angeschlossen.<\/div>\n<p id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4645\" dir=\"ltr\">Die Rhauderfehner Gruppe bekam einen \u201esehr verdienten\u201c Anerkennungspreis, wie Laudator Andreas Kleine-Kraneburg von der Adenauer-Stiftung es ausdr\u00fcckte. Er lobte die Vielf\u00e4ltigkeit der Aktivit\u00e4ten, mit denen sich die Sch\u00fcler dem Thema gen\u00e4hert h\u00e4tten und dies auf einer Website zusammenfassten. So hatten sich die insgesamt 15 Jugendlichen, die im Fr\u00fchjahr ihr Abitur machen, mit den Biografien der vertriebenen j\u00fcdischen Familien in Rhauderfehn besch\u00e4ftigt, f\u00fcr die es auch Stolpersteine im Ort gibt. In der Schule haben sie dazu einen \u201eRaum der Stille\u201c eingerichtet. Ferner haben sie eine Spendenaktion initiiert, mit dem in Israel ein \u201eRhauderfehn Hain\u201c mit 365 B\u00e4umen errichtet werden konnte. Zuletzt k\u00fcmmerten sie sich um eine Petition, mit der sie sich f\u00fcr eine w\u00fcrdevolle Nutzung des ehemaligen Synagogengel\u00e4ndes in Leer einsetzten. 2500 Unterschriften haben sie gesammelt und sie im April&nbsp;2018 der B\u00fcrgermeisterin Beatrix Kuhl \u00fcberreicht.<\/p>\n<p id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4649\" dir=\"ltr\">Insgesamt waren 14 Schulgruppen und Einzelakteure nach Berlin eingeladen worden, um unter anderem vom ehemaligen Bundestagspr\u00e4sidenten Norbert Lammert (CDU) pr\u00e4miert zu werden. Demokratie sei \u201ekein Naturzustand\u201c, sagte Lammert. Dies m\u00fcsse mit Leben gef\u00fcllt werden. Der Wettbewerb trage dazu bei. Der Wettbewerb steht im Zusammenhang mit dem 27. Januar als Holocaust-Gedenktag. Der ehemalige Bundespr\u00e4sident Roman Herzog hatte diesen initiiert.<\/p>\n<p id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4653\" dir=\"ltr\">Sie seien in das Thema \u201ereingerutscht\u201c, sagte Sch\u00fclerin Wiebke Strack bei der Preisverleihung. Im normalen Geschichtsunterricht w\u00fcrde es die intensive Besch\u00e4ftigung mit dem Thema nicht geben. Bei der Begegnung mit dem Zeitzeugen Albrecht Weinberg habe sie selbst am meisten interessiert, wie dieser nach dem Krieg weitergelebt hat.\u201cMan spricht gerne mit ihm\u201c, sagte sie. Weinberg gab das Kompliment zur\u00fcck. Die Sch\u00fcler seien \u201eNumber one\u201c, sagte er. Sie h\u00e4tten auch einen Number One-Preis verdient. Er gehe gerne in die Schulen, sagte Weinberg. Allerdings habe er erst ab 1985 erlebt, dass es in Deutschland andere Menschen gebe, als damals als er 1947 nach Amerika gekommen ist. 1985 kamen Albrecht Weinberg und dessen Schwester Friedel erstmals bei einer Begegnungswoche zur\u00fcck nach Leer.<\/p>\n<p id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4657\" dir=\"ltr\">Auch im Sinne von Albrecht Weinberg hatten sich die Sch\u00fcler daf\u00fcr eingesetzt, dass das Areal der ehemaligen Synagoge am Bummert zu einem Gedenkplatz wird. Fr\u00fcher befand sich auf dem privaten Grundst\u00fcck eine Tankstelle, nun steht alles leer. \u201eDas ist ein Schandfleck\u201c, sagte Sch\u00fclerin Lena Hessenius. Die Sch\u00fcler sind entt\u00e4uscht, dass sie weder vom Besitzer des Grundst\u00fccks noch von B\u00fcrgermeisterin Kuhl eine Reaktion bekommen haben.<\/p>\n<p id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4661\" dir=\"ltr\">Die Fehntjer Sch\u00fcler haben in Berlin zwar kein Preisgeld gewonnen, wie die ersten drei Platzierten, sie bekamen jedoch von Albrecht Weinberg eine Reise nach Auschwitz geschenkt. Er werde eine Fahrt f\u00fcr die Sch\u00fcler bezahlen, k\u00fcndigte er an.<\/p>\n<p id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4665\" dir=\"ltr\"><span id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4669\" style=\"font-size: medium;\">Bei der Preisverleihung in Berlin waren folgende Sch\u00fcler dabei: David Ammermann, Timo Bunger,<span id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4670\">&nbsp; <\/span><\/span><span id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4671\" style=\"font-size: medium;\">Luisa Brettschneider, Lena Hessenius, Neema Ihlenburg, Amke Loger, Tobias Meyer, Moritz Rindermann, Wiebke Strack und Jonas Schmidt.<\/span><\/p>\n<p id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4672\" dir=\"ltr\"><span id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4673\" style=\"font-family: 'Times New Roman'; font-size: medium;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4674\"><span id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4675\" style=\"font-family: Calibri; font-size: medium;\"><a href=\"https:\/\/www.gymnasium-rhauderfehn.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Preisverleihung4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-14469 size-large\" src=\"https:\/\/www.gymnasium-rhauderfehn.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Preisverleihung4-1024x683.jpg\" alt=\"Preisverleihung4\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/www.gymnasium-rhauderfehn.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Preisverleihung4-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.gymnasium-rhauderfehn.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Preisverleihung4-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>&nbsp;<\/span><\/p>\n<p id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4676\" dir=\"ltr\">Foto: Albrecht Weinberg wurde auf der B\u00fchne von der Moderatorin des Wettbewerbs interviewt: \u201eWenn ich in Schulen meinen Vortrag beendet habe, dann ist es totenstill\u201c, sagte er. <span id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4681\">&nbsp;<\/span><span id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4682\">&nbsp;&nbsp;<\/span><span id=\"yui_3_16_0_ym19_1_1548578173637_4683\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"text-align: right;\">(Autor des Artikels: Bernd-Volker Brahms, Journalist, Stendal)<\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"text-align: left;\">Ein ausf\u00fchrlicher Bericht \u00fcber die gesamte Preisverleihung ist auf der Homepage der Konrad-Adenauer-Stiftung verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p dir=\"ltr\" style=\"text-align: left;\">Die Lokalzeitung &#8222;General-Anzeiger&#8220; hat freundlicherweise einen <a href=\"https:\/\/www.gymnasium-rhauderfehn.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/GA-16-Januar-2019_Denktag.pdf\">Vorab-Bericht<\/a>&nbsp;ver\u00f6ffentlicht, aber auch den obigen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.gymnasium-rhauderfehn.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/GA_Dienstag-29-Januar-2019_Berlin.pdf\">Beitrag<\/a>&nbsp;abgedruckt. Vielen Dank!<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Geschichtskurs ge419 wurde am Freitag in Berlin beim Geschichtswettbewerb \u201eDenkt@g\u201c der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet. Im Folgenden zitieren wir aus dem Pressebericht, den der freie Journalist&nbsp;Bernd-Volker Brahms \u00fcber die Veranstaltung verfasst hat. 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