Die Bedeutung des Schulnamens im Schulprogramm

Damit sich unsere Schule über den historischen Aspekt hinaus mit Themen wie Ausgrenzung, Verfolgung, Vertreibung, Erinnerung, Wiedergutmachung, Populismus, soziale Gerechtigkeit, Toleranz, Nächstenliebe, Respekt, Menschenwürde und vielen anderen auseinandersetzen kann, arbeitet eine Arbeitsgruppe aus Lehrer*innen und Schüler*innen an der Übertragung des neuen Schulnamens ins Schulprogramm.

Zielsetzung:

Zielsetzung ist es, Werte, die in besonderer Weise mit dem Leben und Wirken Albrecht Weinbergs verbunden sind, in unseren Schulalltag zu integrieren. Hierzu gehören unter anderem die Aufklärung über den Holocaust, die Beschäftigung mit der Geschichte des Nationalsozialismus in Ostfriesland, die Betrachtung der Lebensgeschichte von Albrecht Weinberg, sowie die Auseinandersetzung mit Themen wie Rassismus, Toleranz, Umgang mit dem Fremden.  Weiterhin soll im Sinne der Holocaust Education gehandelt werden.  Diese hat das Ziel, „Lernende mit Wissen, Kompetenzen und Handlungsoptionen auszustatten, um zu kritischem Denken zu befähigen und verantwortungsvolle Weltbürger hervorzubringen, welche die Menschenwürde achten sowie Vorurteile und Ausgrenzung – die in Gewalt und Völkermord münden können – ablehnen.“[1]

Maßnahmen:

  1. Die Einbindung der möglichen Themenbereiche in den Unterricht wird durch die Fachschaften in den schulinternen Curricula verankert. Somit soll eine Bewusstmachung im Schulalltag unterstützt werden.
  2. Projekttage für alle Schülerinnen und Schüler, die in besonderer Weise Aufklärung, Erinnern und Gedenken im Schulalltag verstetigen sollen, werden jährlich durchgeführt.
  3. Außerschulische Lernorte (Beispielhaft: die Jüdische Schule in Leer, die Gedenkstätte Esterwegen, die Synagoge in Groningen) sollen den Prozess des Lernens und Erlebens unterstützen.
  4. Durch die Ausgestaltung der eigenen Lernumgebung soll der Schulname im Alltag der Schulgemeinschaft einen Platz finden.
  5. Durch Teilnahme an Projekten wie „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ und die Kooperation mit anderen interessierten Schulen kann und soll eine Vernetzung stattfinden, deren Ziel eine Sensibilisierung für Themen wie Rassismus, Diskriminierung und Ungleichbehandlung ist. Insbesondere bei der Initiation dieser Teilnahmen wird Schülerinitiative gefördert.

 

Evaluation:

Die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen sollte nach einem ersten Jahr mit dem neuen Schulnamen und danach in festgelegten Abständen durch die AG Schulname evaluiert werden.

 

[1] https://www.unesco.de/bildung/hochwertige-bildung/global-citizenship-education/holocaust-education