Albrecht Weinberg

Der Name unserer Schule

Das Gymnasium Rhauderfehn besteht seit 2004. Im 16. Jahr des Bestehens hat der Sprecherrat der Schülervertretung im Januar 2020 den Vorschlag gemacht, die Schule in Albrecht-Weinberg-Gymnasium Rhauderfehn umzubenennen.

Zur Begründung führten die jungen Leute aus:

Namensgeber unserer Schule soll der gebürtige Rhauderfehntjer Albrecht Weinberg sein, dem das Bundesverdienstkreuz verliehen und der zum ersten und einzigen Ehrenbürger der Gemeinde Rhauderfehn ernannt wurde. Albrecht Weinberg wurde als Kind aus Rhauderfehn vertrieben. Er hat die Abscheulichkeiten der nationalsozialistischen Herrscher am eigenen Leibe spüren müssen und hat dies überlebt. Unermüdlich berichtet er heute von den Geschehnissen, um uns aufzuklären und uns einen Einblick in seine Geschichte zu geben. Durch die derzeitige politische Situation sehen wir es als Notwendigkeit an, ein Zeichen gegen Fremdenhass und Antisemitismus zu setzen. Trotz der bereits stattfindenden Aktivitäten zur Aufklärung der Schülerschaft über den Holocaust und der Betonung von Werten wie Respekt, Toleranz, Nächstenliebe und Menschenwürde sind wir der Meinung, dass wir als Schule ein noch deutlicheres Zeichen gegen eine extremistische Gesinnung setzen und als Schule klar Stellung beziehen müssen, um mehr Bewusstsein zu schaffen und klar zu machen, dass solche Dinge in unserer Gemeinschaft nicht geduldet werden. Die Änderung unseres Namens ist ein großer Schritt. Wir sind überzeugt, dass es ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Nachdem der Schulvorstand sich der Inititiative der Schülervertretung angeschlossen hat, beschloss der zuständige Kreistag des Landkreises Leer am 10. September 2020, dem Vorschlag der Schule für den neuen Schulnamen zuzustimmen.

Damit sich unsere Schule über den historischen Aspekt hinaus mit Themen wie Ausgrenzung, Verfolgung, Vertreibung, Erinnerung, Wiedergutmachung, Populismus, soziale Gerechtigkeit, Toleranz, Nächstenliebe, Respekt, Menschenwürde und vielen anderen auseinandersetzen kann, arbeitet eine Arbeitsgruppe aus Lehrer*innen und Schüler*innen an der Übertragung des neuen Schulnamens ins Schulprogramm.

Neben den Planungen für einen offziellen Festakt, der aufgrund der Corona-Pandemie noch eine Weile auf sich warten lassen muss, geht es dabei um die Dokumentation der zahlreichen bisherigen Aktivitäten mit und um Albrecht Weinberg und um die Verankerung der Leitgedanken in den Unterricht möglichst vieler Fächer. Ergänzt werden regelmäßige Projekttage einzelner Jahrgänge oder auch der gesamten Schule. Ein neues Schullogo wurde erarbeitet.