Die Geschichte unserer Schule mit Albrecht Weinberg

Wie ist das Gymnasium in Kontakt mit Albrecht Weinberg gekommen?

Im Jahre 2019 feierte der Ort, an dem unserer Schule steht, Rhauderfehn, sein 250 jähriges Jubiläum. Im Zuge der Vorbereitungen der Feierlichkeiten ist der Geschichtskurs persönlich mit dem jüdischen Holocaustüberlebenden Albrecht Weinberg  (*1925 in Rhauderfehn) in Verbindung gekommen und auf die Idee gekommen, seine biografische Krise, die mit der politischen Krise des Ortes Rhauderfehn im Nationalsozialismus einhergeht, zu thematisieren. Sein persönliches Schicksal, die dunklen Seiten der Geschichte Rhauderfehns, die Zeit des Umdenkens und die Herausforderung des Wiedergutmachens einer anderen Generation sind der rote Faden der Arbeit, die der Geschichtskurs ge 419 mit dieser Präsentation beim Wettbewerb des Schülerfriedenspreises beeindruckend einreichte. In diesem Beitrag zum Wettbewerb des Bundespräsidenten vom Geschichtskurs ge419 des Gymnasiums Rhauderfehn 2018/2019 können Sie ausführlich zum Leben Weinbergs lesen. 

Nachdem sich viele Schüler*innen mit Albrecht Weinbergs Leben auseineinandergesetzt haben und nach mehreren Begegnungen des Holocaust-Überlebenden Albrecht Weinberg mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Rhauderfehn, bei denen er eindrucksvoll und bewegend aus seinem Leben unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft berichtete, entstand die Idee, dass auch die Bürgerinnen und Bürger seines früheren Heimatortes Westrhauderfehns einmal die Gelegenheit erhalten sollten, seine Lebensgeschichte kennen zu lernen. Weinberg, der vor einigen Jahren zum Ehrenbürger der Gemeinde Rhauderfehn ernannt wurde, war dazu bereit, sich im vertrauten Rahmen des Gymnasiums von der Geschichtslehrerin Anke Chudzinski-Schubert zu wichtigen Stationen seines Lebens befragen zu lassen. Die Veranstaltung, die am 3. März 2020, stattfand, wurde von fast 200 Menschen besucht, darunter neben dem Bürgermeister der Gemeinde Rhauderfehn mehrere Gemeinderatsmitglieder, etliche Eltern und Lehrkräfte des Gymnasiums Rhauderfehns und viele weitere interessierte Bürgerinnen und Bürger des Overledingerlandes. Dieser eindrucksvolle Abend war ein Meilenstein in der Geschichte des Ortes, aber besonders auch des Gymnasiums Rhauderfehn.

Wenige Monate später beschloss der Schulvorstand auf Initiative der Schülervertretung, dass die Schule fortan den Namen des Holocaust-Überlebenden Albrecht Weinberg tragen sollte. Im September stimmte der Kreistag des Landkreises Leer dem Vorschlag der Schule zu, den Namen Albrecht-Weinberg-Gymnasium Rhauderfehn zu führen.