Unser Tschechien- Austausch


  • Während unseres Austauschs in Opava haben wir viele spannende und interessante Dinge erlebt. Gleich am Anfang wurden wir freundlich an der Schule empfangen und haben bei verschiedenen Aktivitäten unsere Schulen miteinander verglichen. Dabei fanden wir besonders interessant, dass das Gymnasium in Tschechien nur vier Jahre dauert und man vorher eine Aufnahmeprüfung bestehen muss.

    Am ersten Tag sind wir abends gemeinsam in ein Restaurant gegangen, damit wir uns alle besser kennenlernen konnten. Dort konnten wir direkt miteinander ins Gespräch kommen und es war ein guter Start für den Austausch. Zu Beginn der Reise waren wir außerdem für eine Nacht in Dresden und haben dort schon viele Sehenswürdigkeiten angeschaut.
    Ein Highlight war die Stadtführung durch Opava und der Aufstieg auf den Turm Hláska Tower, von dem aus man eine richtig schöne Aussicht über die Stadt hatte.

  • Außerdem haben wir uns viel mit Geschichte beschäftigt. Der Besuch des jüdischen Friedhofs und die Ausstellung „Herrmannovic holka“ im Obecní dům gehören zur Erinnerungskultur und haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Die Ausstellung erzählt die Lebensgeschichte von Eva Herrmannová, einem Mädchen mit jüdischem Hintergrund, das in der Zeit des Nationalsozialismus in Opava aufgewachsen ist.
Außerdem haben wir einen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg besucht und konnten uns alles von innen anschauen. Dabei haben wir viele Informationen über die damalige Zeit und die Nutzung des Bunkers bekommen.
Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war die Exkursion nach Auschwitz-Birkenau. Dort haben wir im Namen von Albrecht Weinberg zwei Steine für seine Eltern niedergelegt. Das war ein Zeichen des Gedenkens und hat den Besuch nochmal persönlicher gemacht.
Besonders gut gefallen hat uns auch ein Workshop zur Hiroshima Peace Initiative. Dort haben wir viele Papierkraniche gefaltet, insgesamt etwa 300 Stück. Diese sind Teil eines größeren Projekts, bei dem am Ende 1000 Kraniche nach Japan geschickt werden, als Zeichen für Frieden und Unterstützung.
Ein richtig cooler Abend war auch das gemeinsame Treffen in der Schule mit Pizza, Snacks und Getränken. Wir haben Musik gehört, getanzt und Spiele gespielt und es war einfach eine entspannte Stimmung.
Ich war außerdem bei einem traditionellen Maibaumfest am 29.04. dabei. Dort haben sich die Frauen im Dorf als Hexen verkleidet und zusammen mit den Kindern kleine Hexen gebastelt. Diese bestanden aus Stöcken und Kartoffeln und die Kinder haben selbst Gesichter gemalt und Kleidung angezogen. Die kleinen Hexen wurden später ins Feuer geworfen und auch eine große Hexe wurde verbrannt. Danach haben alle zusammen getanzt, Spiele gespielt und es gab Essen wie Stockbrot. Am Ende wurde gemeinsam der Maibaum geschmückt und aufgestellt. Das war nochmal eine ganz andere Erfahrung und sehr interessant zu sehen.

Am Ende der Reise waren wir noch für zwei Nächte in Prag.

Dort haben wir eine Bustour durch die Stadt gemacht und anschließend auch eine Bootstour, um Prag aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Außerdem waren wir viel in der Stadt unterwegs, haben uns selbstständig umgeschaut und auch etwas geshoppt.
Wir hatten auch viel Freizeit in den Gastfamilien, wodurch wir den Alltag in Tschechien besser kennenlernen konnten und noch mehr Zeit miteinander verbringen konnten. Insgesamt war der Austausch eine sehr besondere Erfahrung für uns. Wir haben nicht nur viel Neues gelernt, sondern auch viele Leute aus einem anderen Land kennengelernt und uns mit ihnen ausgetauscht.
Zum Schluss kann man sagen, dass wir in der Cafeteria immer gut gegessen haben. Es gab verschiedene Gerichte, oft auch typisch tschechisches Essen wie Kartoffeln-Dumplings. Insgesamt war immer für jeden etwas dabei und es hat eigentlich immer gut geschmeckt.
Wir danken Erasmus+, dass uns diese Reise ermöglicht wurde und freuen uns sehr auf den Rückbesuch der Tschechen im Oktober.
Jasmeen Hundal