Italienfahrt

Die Vergangenheit verstehen, um die Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten!  Das war das Motto unserer Fahrt nach Italien und besser hätten wir es nicht formulieren können. Wir sind nach Santa Maria Capua Vetere (SMCV), ca. 30 Kilometer von Neapel entfernt, gefahren, um Plinius, dem einzigen Augenzeugen des Vesuvausbruchs vor über 2000 Jahren auf dir Spur zu kommen. Ein 17 Jähriger in der Römerzeit, also fast im gleichen Alter wie unsere Schüler*innen, der dieser Naturgewalt ins Auge geblickt hat … Nie so aktuell wie jetzt, wo wir aufgrund def Klimaerwärmung immer wieder extreme Wetterlagen auf der ganzen Welt erleben. 

Also war klar, dass unsere Reise auch der Nachhaltigkeit gewidmet sein muss! 

Nach 24 Stunden Zugfahrt stürzten wir uns also gleich gemeinsam mit italienischen Schülern in einen Lateinworkshop bei dem wir die bedrohliche Situation durch plinius‘ Worte wieder greifbar machen konnten – die Angst der Menschen wurde über eine längst tot geglaubte Sprache wieder lebendig über Stilmittel wurde Angst verbreitet, ganz ohne Special Effekte. Dann sind wir natürlich auch nach Pompeij, quasi an den Tatort des Vulkans, gefahren. Ein besonderes Gefühl auf den Steinen zu laufen, auf denen ca. 20000 Menschen ihrem Schicksal nicht entkommen konnten. Vor unserer Reise hatte uns Herr Rollik schon in einer Latein-Erdkunde-Stunde auf die explosive Gewalt des Vesuvs vorbereitet. Fast unrealistisch „einfach“ hier zu sein!

Eine riesige Stadt wir laufen über einen Zebrastreifen der alten Welt an Fast-Food-Restaurants vorbei, stehen in einem Amphitheater mit Blick auf den Vulkan und stehen letztlich neben den Hüllen der Menschen, die hier gelebt haben – zum Greifen nah.

Aber auch dem Thema Nachhaltigkeit haben wir uns gewidmet, was können wir machen, um unsere Natur zu bewahren.

So haben wir eine biodynamische Erdbeerplantage besucht und uns erklären lassen, wie man ohne Chemie zu köstlichen „fragole“ kommt. Außerdem haben wir bei einer Kochshow demonstriert bekommen wie man aus altem Brot zwei leckere Gerichte zaubern kann beim zero waste cooking und wie lecker das ganze ist, haben wir bei einem 3 Gänge Menü getestet – Wow!!! Natürlich sind wir klimafreundlich mit dem Zug angereist – und haben uns auf dem Rückweg die Wartezeit mit einem Besuch im WOW-Museum verkürzt… Dort konnte man seine Sinneswahrnehmung auf die Probe stellen – kaum vorstellbar, dass Plinius nur darauf vertrauen musste und wie genau er dies ohne Film und Ton in die heutige Zeit transportieren konnte